Der Soziale Kümmerer

Kümmerer sein heißt, sozial tätig zu sein, denn es ist eine besondere Aufgabe Menschen helfen zu dürfen, die Hilfe suchen.

In individuellen Betreuungsgesprächen, besonders nach Krankheiten oder privaten Tiefschlägen ist es meine Aufgabe, gemeinsam Wege in die Normalität und zum positiven Leben zu finden. Ich möchte gemeinsam mit den ehrenamtlichen Teamleitern unserer Freizeit-Gruppen Lösungen erarbeiten, damit auch die Gruppenmitglieder mit körperlichen Alterseinschränkungen weiterhin die Gruppenaktivitäten nutzen können.

Vertrauen, Respekt und Achtung der Persönlichkeit jedes Mieters sind die Voraussetzungen für meine Arbeit. Wir haben ein engmaschiges, soziales Netzwerk mit vielen professionellen Partnern, wo jeder Mieter der Hilfe sucht und benötigt, auch Hilfe bekommt. Beratungsgespräche für das Beantragen einer Pflegestufe oder eines Behindertenausweises gehören zu meinen täglichen Aufgaben. Wohnumfeld verbessernde Maßnahmen, z.B. Anbringen von Haltegriffen, Toilettensitzerhöhungen u.a. können in gemeinsamer Beratung mit der Wohnungswirtschaft auf kurzem Wege realisiert werden. Die vielen Senioren in unserer Wohnungsgenossenschaft haben einen Lebensslogan „Fit bis ins hohe Alter“ und diese Lebensphilosophie wird tagtäglich in unseren 25 Freizeitgruppen gelebt. Gemeinsamkeit statt Einsamkeit ist ein Lebenselixier und unsere vielen Projekte, die durch das Team der WGF verwirklicht werden, unterstützen das Betreuen, Wohnen und Wohnfühlen in unserer Wohnungsgenossenschaft „Fortschritt“ Döbeln täglich.

Aufgaben und Kompetenzen

Die Aufgaben im Sinne der Zielerreichung des „Sozialen Kümmerers“ sind daher:

  • mit unterstützungsbedürftigen Personen ins Gespräch zu kommen und dabei Bedürfnisse zu erkennen und zu artikulieren, Früherkennung von Hilfesituationen (bspw. Vereinsamung, Verwahrlosung)
  • Hilfe zur Selbsthilfe zu geben
  • Schaffung von Gelegenheiten für Austausch, Gestaltung des sozialen Miteinanders
  • Bereitstellung von Ansprechpartnern für verschiedene Bedarfe, Hilfsangebote zu vermitteln und bereitzustellen
  • Schnittstellen zwischen Bewohnern und Professionellen unterstützen
  • Schaffung eines Netzwerkes als Schlüssel zur Informationsweiterleitung, ein Netzwerk an Hilfsdienstleistungen zu moderieren und professionelle Ansprechpartner für verschiedene Bedarfe zu benennen (bspw. des Sozialamtes der Stadt Chemnitz, sozialen DL, etc.)
  • Sensibilisierung im Quartier erreichen (Nachbarschaft, Dienstleister etc.)
  • Organisation von Nachbarschaftshilfe und Kontaktherstellung zu Alltagsbegleitern
  • Ansprechpartner für Alltagsbegleiter sein und diese in ihrer Arbeit zu bestärken, zur gegenseitigen Kommunikation anregen

Der „Soziale Kümmerer“ setzt in seiner Person oben benannte Aufgaben um. Auch die Unterstützung der Vernetzung zwischen Wohnservice und weiteren kommunalen Dienstleistungen (z. B. Sozialdienst), um Hilfeketten für betroffene Bewohner einzuleiten. Er soll ferner ehrenamtliches Engagement im Quartier fördern und koordinieren (z. B. Alltagsbegleiter, Nachbarschaftshelfer). Denkbar ist auch, in späteren Phasen präventive Hausbesuche durchzuführen und anhand von Checklisten Bedarfe zu erfassen und Handlungsketten einzuleiten.
Die Wohnungsgenossenschaft Döbeln eG (nachfolgend WGF) arbeitet seit 2006 kontinuierlich am Aufbau geeigneter Strategien und Lösungen, welche ihren Genossenschaftsmitgliedern den Wunsch nach einem aktiven und selbst bestimmten Leben bis ins hohe Alter gerecht wird.
Bisher stehen die aktiven und rüstigen Mieter und Mieterinnen im Fokus der Aktivitäten der WGF sowie vor dem Hintergrund der demografischen Entwicklung auch Menschen mit (zunehmender) Pflegebedürftigkeit und Unterstützungsbedarf. Da diese eine bereits vorhandene und künftig stark wachsende Zielgruppe sein werden.

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