GKV - Das Döbelner Modell

Ziele des Projektes

Das Ziel des Projektes ist es, innerhalb der WGF das Wohnkonzept „Döbelner Modell“ in Einzel- und Komplettlösungen für pflege- und betreuungsbedürftige Menschen zu entwickeln, zu erproben und neu zusetzen.
Das Wohnkonzept „Döbelner Modell“ soll Genossenschaftsmitgliedern und Mietern ermöglichen, trotz Pflege- und Betreuungsbedürftigkeit, solange wie möglich in der eigenen Wohnung bei gleichzeitiger Versorgungssicherheit zu leben.

Organisationsentwicklung und Qualifizierung

Vorgehen

In der Konzeptphase wurden Bedürfnisse der Nutzerinnen und Nutzer durch strukturierte Gesprächsanalysen mit betroffenen Menschen, ihren Angehörigen sowie den kooperierenden sozialen Dienstleistern erfasst.

Die Phase der Umsetzung beinhaltet

  1. Allgemeines Informieren mit dem Ziel der Sensibilisierung/Bewusstseinsbildung für das Annehmen und Akzeptieren von Hilfen
  2. Vermitteln- und Weitergabe von Wissen und Informationen an verschiedene Personengruppen, wie z. B. allgemeine Öffentlichkeit, Mieterinnen und Mieter der Genossenschaft, Pflegebedürftige und Familienangehörige, Personen im Bereich des freiwilligen Ehrenamtes, Akteure sozialer Dienstleistungen sowie Mitarbeiter der WGF
  3. Bauliche Realisierung: Realisierung einer Musterwohnung unter Berücksichtigung der ermittelten Nutzeranforderungen hinsichtlich Wohnen, Pflege, soziale Betreuung und Alltagsgestaltung. Mit dem Aspekt, dass der pflegebedürftige Mensch so lange wie möglich in seinem eigenem zu Hause verbleiben kann.

 

Ziele und Ergebnisse innerhalb des Projektes

Das Wohnen

  • verlangt bauliche Veränderungen/Anpassungen im vorhandenem Wohnraum
  • Sicherheit/Wohnkomfort/Selbstbestimmtes Leben ist das Konzept für Wohnen bei Pflegebedürftigkeit

Die Wohnung bietet

Mehr Komfort:

  • Türverbreiterungen ohne Schwellen
  • bodengleiche Duschen
  • offen gestalteter Wohnraum/Übersichtlichkeit

Mehr Sicherheit:

  • akustisch-optisches Klingelsignal
  • Hausnotruf
  • Rauchwarnmelder

Mehr Farbe:

  • Umsetzung verschiedenster; kontrastlicher Farbkonzepte
  • klare Regeln für eine klare Sicht
  • Farben, die im Alter mit gesundheitlichen Einschränkungen sichtbar sind

Mehr Ausstattung:

  • Bad mit bodengleicher Dusche/Duschvorhänge
  • rutschfeste Bodenbeläge in der gesamten Wohnung
  • erhöhtes WC
  • Haltegriffe an benötigten Stellen in der Wohnung

Mehr Innovation:

  • Abschaltung beim Verlassen der Wohnung von Wasser/Strom
  • beleuchtete Lichtschalter
  • Bewegungssensoren im Flurbereich
  • neugeschaffene Stellflächen für Rollatoren

Projektwohnung (© Mario von Oculario)Projektwohnung (© Mario von Oculario)

Projektwohnung (© Mario von Oculario)

Projektwohnung (© Mario von Oculario)

Die Pflege

  • verlangt, Voraussetzungen zu schaffen, Pflegeleistungen anfordern zu können und Räume zu erweitern, um Pflege durchführen zu können
  • durch die durchgeführten Analysen von Pflegeabläufen wurde dessen Vielschichtigkeiten sichtbar
  • durch den Auf-/Ausbau eines Netzwerkes für Unterstützungsleistungen in verschiedensten Lebenssituationen für den Pflegebedürftigen, dessen Angehörigen und den entsprechenden Dienstleistern auf einer Informationsplattform der WGF

Die soziale Betreuung

Im Bereich der sozialen Betreuung werden laufende Projekte der WGF wesentlich erweitert und das soziale Netzwerk ausgebaut. Die soziale Betreuung von Pflegebedürftigen und deren Familienangehörigen durch entsprechende Informationsangebote, z. B. aus der Veranstaltungsreihe gezielt gleichzeitig angesprochen werden diese Angebote/Informationen günstig und körperlich agilen Mieterinnen und Mietern als Plattform der Information und Austausch zur Verfügung gestellt. Auf- und Ausbau der bestehenden sozialen umfangreichen Kontakte zu einem festen Netzwerk verknüpft durch das System der AG Sozialmanagement sowie der WGF-Service-Card.

Alltagsgestaltung

  • eine wesentliche Aufgabe Angebote für pflegebedürftige Menschen zu schaffen besteht darin: Bewegungsräume die barrierefrei erreichbar sind zur Verfügung zu stellen
  • der Aufbau von verschiedenen Angeboten für Pflegebedürftige zur weiteren Einbeziehung in das gesellschaftliche Leben innerhalb der Genossenschaft
  • Schaffung bedarfsgerechter Angebote/Schaffung neuer Veranstaltungsformate
  • ein Abdriften in die soziale Isolation vermeiden

(© Mario von Oculario)

(© Mario von Oculario)

Ihre Ansprechpartner

Katja Näther

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